Living Structure

 

Die Werkgruppe "wild is the wind" , ausgestellt unter dem Titel "Living Structure" am Konrad Lorenz Institut für Evolutions- und Kognitionsforschung (KLI) im Oktober/November 2018 in Klosterneuburg besteht aus  Acrylbildern auf Leinwand oder handgeschöpften Papieren aus Nepal, die ein Kontinuum wiederholter Handlungen beinhalten. Diese Bilder entwickelte Cornelia Caufmann aus dem Experiment einer riesigen Wandmalerei mit dem Titel "wild wall" der #tullnart 2018 im ehemaligen Minoritenkloster in der Ausstellung "Garten der Künstler ".  Klare Bezüge zum KLI ergeben sich im Werk allgemein in Experiment, Muster, Natur, organischen Formen, prozesshaften Abläufen und Zeit.

Die Künstlerin bezieht sich im Ausstellungstitel "Living Structure" auf den 1936 in Wien geborenen  US-amerikanischen Architekten, Architekturtheoretiker, Systemtheoretiker und Philosophen  Christopher Alexander, der in seinem vierbändigen Spätwerk „The Nature of Order“ (2002-2004) und in seinen Mustertheorien die Wichtigkeit der Begriffe wie „Life“ (dt. Lebendigkeit), „Wholeness“ (dt. Ganzheit) und „Centers“ (dt. Zentren) erklärt und zur Erkenntnis gelangt, dass alles zueinander in Beziehung steht und als Ganzes funktioniert. Mit anderen Worten: Lebendigkeit entsteht durch Struktur und Ordnung. [SUR]

Zitat Cornelia Caufmann aus einem  Essay zu "Garten als Archiv - Archiv als Garten: Die Erfahrungen und Beobachtungen der Vorgänge meines eigenen Gartens übertragen sich stark auf meinen künstlerischen Ausdruck – wechselhafte Prozesse von Ritual, Wiederholung, Rhythmus, Wachstum, Entwicklung, Zeit und Vergänglichkeit als entscheidende Faktoren meiner Forschungen werden durch die Symbiose mit dem Garten zu wichtigen Werkinhalten und zur Orientierung zu einer Ganzheit hin. Der Mikrokosmos Garten und Mensch spiegelt die Welt des Makrokosmos und zeigt Beispiele und Muster für Lebensentwürfe und Möglichkeiten zur Entfaltung eines wesentlichen Ganzen.