poetisch.radikal
„Ich verhandle Freiheit – Nicht als Konzept, sondern als
künstlerische Praxis, als poetische Geste, als Widerstand gegen dasVereinheitlichende, als Einladung zum Sehen, zum Spüren, zum Dasein.“
Cornelia Caufmann
In poetisch.radikal begibt sich Cornelia Caufmann auf die Suche nach einer universellen Sprache des Moments – einer Sprache jenseits von Worten, die sich unmittelbar über Wahrnehmung und Emotion erschließt.
Im Zentrum ihrer Ausstellung stehen Bilder und Bücher, die aus dem Zusammenspiel von Malerei, Musik und Literatur entstanden sind und sich zwischen Hören und Sehen, zwischen akustischem Impuls und malerischem Ausdruck bewegen.
Viele ihrer Arbeiten entstanden im direkten Dialog mit zeitgenössischen österreichischen Komponist*innen wie Tobias Leibetseder, Rupert Huber und Barbara Rektenwald oder wurden durch Kompositionen, etwa von Franz Koglmann, klanglich interpretiert. In manchen ihrer Live-Performances kehrt die Künstlerin diesen Prozess um, und gibt mit gezielt gesetzten Pinselstrichen sprichwörtlich den Ton an.
Malerei versteht Caufmann weniger als Darstellung, denn als Ereignis im Hier und Jetzt. „[…] Linien und Rhythmen […] gestalten sich zu immer neuen Formen visueller Poesie“. Dabei verbindet sie Einflüsse aus Musik und Literatur mit einer bewusst reduzierten Bildsprache. Mit bildnerischen Mitteln, so beschreibt sie ihren Ansatz, malt sie Gedichte, wie Dichter*innen sie mit Worten schreiben.
poetisch.radikal lädt dazu ein, Malerei als Rhythmus, Klang und unmittelbares Ereignis wahrzunehmen – dort, wo Sehen, Hören und Sprache ineinander übergehen.
